Archiv des Autors: michael

Zuckerschnute-Süßwaren

Vor kurzem hat der Online-Shop Zuckerschnute-Süßwaren geöffnet, in dem es Süßwaren wie Schokolade und Honig, sowie Getränkepulver wie Kolakao zu kaufen gibt. Die Schokoladen, die von Manufakturen in der Dresdner Region hergestellt werden habe ich bereits persönlich probiert und sie sind ausgezeichnet. Ich war überrascht, wie gut Schokolade schmecken kann und kann die Produkte und auch diesen Shop nur weiter empfehlen.

Die Methode der Selbstfinanzierung

In den letzten Jahren habe ich viele Projekte erlebt, in denen versucht wurde, dem Geld von Investoren hinterher zu jagen. Keines dieser Projekte war erfolgreich. Es wurde viel Geld verbraten und viele Monate umsonst gearbeitet. Das lag an folgenden Umständen:

  • Es wurden Dinge entwickelt, die niemand gebrauchen konnte.
  • Die Projekte waren viel zu aufwändig und konnten von den Projektteilnehmern nicht gestemmt werden.
  • Die Leute, die etwas Geld investierten, hatten plötzlich Mitspracherecht im Projekt und haben durch ihre Erwartungen das Projekt in Richtungen gedrängt, die technisch unsinnig waren.
  • Die Projekte wurden in vorauseilendem Gehorsam so angepasst, dass die Investoren gewogen gestimmt werden sollten.
  • Technische Schwierigkeiten wurden von allen verdrängt.

In den letzten Jahren hat sich nur der Online-Shop der H-CoTec UG erfolgreich gezeigt, der von uns gegründet wurde. Hier wurde die Methode der Selbstfinanzierung angewendet. Die Methode der Selbstfinanzierung wurde in diesem Fall so realisiert, dass für einen geringen Geldbetrag Waren eingekauft wurden. Die Waren wurden dann mit einem Gewinn weiter verkauft, so dass etwas mehr Geld auf dem Konto dies Online-Shops war. Der Arbeitsaufwand für den Betrieb des Online-Shops wurde hier gründlich ermittelt und mit in den Verkaufspreis eingerechnet. Der Verkaufserlös wurde wieder verwendet, um Waren einzukaufen, die wiederum mit Gewinn verkauft wurden. Dadurch begann der Online-Shop exponentiell zu wachsen und er tut dies bis heute. Um zu zeigen, was exponentielles Wachstum bedeutet, möchte ich ein Beispiel berechnen:

Angenommen, es soll eine Produktionsfirma für kleine Handtuchhalter aus Kunststoff aufgebaut werden. Der erste Schritt besteht darin, einen Handtuchhalter aus Wachs zu schnitzen, und ihn dann mit Silikon abzuformen. So können die Handtuchhalter über das Gießen mit Gießharz leicht vervielfältigt werden. Angenommen ein Handtuchhalter kostet in der Herstellung 50 Cent. Verkauft wird er für 1 Euro. Das Startkapital, dass zu Verfügung steht beträgt 10 Euro. Es können also 20 Handtuchhalter hergestellt werden. Diese werden für 20 Euro verkauft.

Mit diesem Geld können nun 40 Handtuchhalter hergestellt werden, die dann für 40 Euro verkauft werden. Die Zahlen entwickeln sich, wie in der Tabelle beschrieben exponentiell:

selbstfinanzierung

Angenommen, man produziert jede Woche eine neue Charge Handtuchhalter, so hat man in acht Wochen das Startkapital von 10 Euro auf 2560 Euro exponentiell vermehrt. Diese Rechnung zeigt eines: Geld, ist nicht das Problem. Das Problem besteht darin, dass die Kundschaft die Handtuchhalter benötigt und diese auch findet. Deshalb ist nicht der Weg zur Bank am wichtigsten. Am wichtigsten ist, dass das Produkt funktioniert und dass es bekannt wird. Das bedeutet, dass der Auftritt im Internet gut aussieht, Flyer gedruckt werden und Kontakt zu Vertriebsfirmen aufgebaut wird. Des weiteren soll nach Möglichkeit die Produktion der Waren selbst durchgeführt werden, weil nur so ein regelmäßiges Einkommen schnell realisiert werden kann.

Das SMWA gibt Stundensatzempfehlungen heraus

Das Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr hat Stundensatzempfehlungen für Ingenierusdienstleistungen für die Straßenbauverwaltung herausgegeben. Das berichtet die Ingenieurkammer Sachsen im deutschen Ingenieurblatt in der Ausgabe vom April 2016 . Darin werden folgende Stundensätze für Ingenierusdienstleistungen empfohlen:

  • 83 €/h für Diplomingenieure, Bautechniker und Vermessungstechniker
  • 53 €/hfür Bauzeichner und sonstige Mitarbeiter

Im Zuge dessen möchte ich alle freiberuflichen Ingenieure dazu aufrufen, Dumping-Hororare zu boykottieren und den Lebensunterhalt notfalls über das Arbeitslosengeld zu finanzieren. Ich selbst praktiziere dies konsequent, um dem Honorardumping entgegen zu wirken.

Ich möchte hier noch auf einen älteren Artikel hinweisen, in dem ich auf die folgen von Honorardumping eingehe.

LED-Lampe für den Pflanzenbau

Typ: LED-02

Das Gartenbau-Ingenieurbüro B. Sc. Julia Schwarzmeier, das Gartenbau-Ingenieurbüro für wissenschaftliche Beratung M.Sc. Volker Croy und das Ingenieurbüro für Wärme- und Stoffübertragung Dipl.-Ing Michael Klotsche haben eine LED-Lampe für den Pflanzenbau entwickelt und einen funktionsfähigen Prototypen realisiert.

 

LED-Lampe-141217-1-klein

Typ: LED-03

Dieses Jahr wurde ein neuer Prototyp der LED Lampe gefertigt. Die Lampe hat eine maximale Leistung von 500W und jede einzelne Lichtfarbe kann frei eingestellt werden. Die Lampe ist vollständig programmierbar, so dass sie auch selbständig festgelegte Abläufe der Lichtfarben realisieren kann.

 

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OpenSCAD

Das Programm OpenSCAD ist ein 3D CAD Programm, mit dem es möglich ist, STL Dateien zu erzeugen, die von Rapid Prototyping Maschinen gelesen werden können. Das sehr übersichtlich geschriebene Handbuch für OpenSCAD befindet sich bei Wikibooks. Ein weiterer Vorteil ist die einfache Programmiersprache, um einen Körper zu erstellen:

Die Befehle

// Kommentar
a = 1;
b = 1;
c = 1;
x = 10;
y = 0;
z = 0;
translate ([x,y,z])
cube([a,b,c], center=true);

zeichen einen Quader mit den Abmessungen 1 x 1 x 1 mm, der um 10 mm in x-Richtung verschoben ist. Mit der Taste F5 wird der Quader automatisch gezeichnet und kann mit der Maus gedreht und von allen Seiten betrachtet werden. Dieses Programm läßt sich mit der Ausgabe des mathematischen Programms Scicoslab ideal kombinieren, so dass mit diesen beiden Programmen die Ergebnisse aus mathematischen Simulationen direkt in 3D CAD und dann sofort in eine maschinenlesbare Datei umgewandelt werden können. Scicoslab schreibt die mathematischen Ergebnisse als Variablen in eine Textdatei, die dann direkt in OpenSCAD geladen und ausgeführt werden kann. Die Befehle, die in Scicoslab hierfür notwendig sind lauten:

// Schreiben der Parameter in eine Datei
fd = mopen(Pfad +  ‚Dateiname.scad‘,’w‘);
mfprintf(fd, ‚%s \n‘,’a = ‚+string(a)+‘;‘);
mfprintf(fd, ‚%s \n‘,’b = ‚+string(b)+‘;‘);
mfprintf(fd, ‚%s \n‘,’c = ‚+string(c)+‘;‘);
mclose((Pfad +  ‚Dateiname.scad“);

Zu Scicoslab habe ich in diesem Blog bereits etwas geschrieben. Die Programmiersprache von OpenSCAD und Scicoslab sind sich sehr ähnlich, was das Programmieren mit beiden Programmen vereinfacht.

 

Windrad in Pillnitz

Im Rahmen des Projekts „Sustainable Campus“ an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Dresden wurde ein Savonius-Rotor konstruiert und vom Modell über Versuche im Windkanal bis zum fertigen Windrad realisiert. Im Zuge des Projekts wurde im Windkanal auch ein Modell eines Canstein-Rotor vermessen. Das Konzept des Canstein-Rotors wurde von dem Erfinder Carl von Canstein entwickelt.

 

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Windkanal

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Modell des Canstein-Rotors

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Gebläse

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Positions- und Drehmomentmessung

Canstein-Rotor-Kennlinie-5mm

Leistungsbeiwert cp und Momentenbeiwert cm des Canstein-Rotors bei einer Blattneigung von 6°

Savonius-Rotor-Kennlinie

Leistungsbeiwert cp und Momentenbeiwert cM des Savonius-Rotors

Canstein-Skizze

Profilform des Canstein-Rotor Modells

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Modell des Savonius-Rotors

 

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Realisierter Savonius-Rotor

 

Ein besonderer Dank gilt auch der Firma BOREAS Energie GmbH für die freundliche Unterstützung.

 

Betrachtungen zum Klimawandel

Im Bereich des Klimawandels hat sich mittlerweile so etwas wie eine Religion herausgebildet, die sich auf die Naturwissenschaft beruft. Aus diesem Grund möchte ich den Klimawandel naturwissenschaftlich betrachten, ohne die Absicht, den Klimawandel zu erklären. Erklärungen fallen in den Bereich des Glaubens und der Glaube ist die Angelegenheit jedes einzelnen Menschen für sich.

Verdunstung der Landflächen
Angenommen, in Sachsen fallen durchschnittlich 600 mm/a  Niederschlag auf den Erdboden. 1)
Des weiteren  wird angenommen, dass die Globalstrahlung in Sachsen durchschnittlich 1100 kWh/(m² a) beträgt. 2)
Angenommen, die Menge des verdunsteten Wassers schwankt zwischen 380 l/(m² a) bei Grasflächen, 480 l/(m² a) bei Buchen und Eichenwäldern und 580 l/(m² a) bei Kiefernwäldern . 3)
Die Verdunstung von Wasser benötigt Energie. Die Verdampfungsenthalpie von Wasser beträgt 2459 kJ/kg beziehungsweise 0,683 kWh/kg bei einer Temperatur von 17,5°C.  Das bedeutet eine Verdampfungsenthalpie auf die Fläche bezogen von 259 kWh/(m² a) bei Grasflächen, 327 kWh/(m² a) bei Buchen und Eichenwäldern und 395 kWh/(m² a) bei Kiefernwäldern.
Bezogen auf die auftreffende Globalstrahlung bedeutet dies, dass zur Verdunstung folgende Anteile der eintreffenden Globalstrahlung notwendig sind: 23,6% bei Grasflächen, 29,7% bei Buchen und Eichenwäldern und 35,9% bei Kiefernwäldern.
Über die Niederschlagsmenge, die als Regen oder Nebel nieder geht und den Erdboden nicht erreicht, kann hier keine Aussage getroffen werden.

Infrarotstrahlung der Wolken
CO2 und vor allem Wasserdampf absorbieren die Infrarotstrahlung, die vom Boden ausgehend gegen den Himmel strahlt. Die Strahlung kann somit nicht vollständig in den Weltraum entweichen und wird in der Atmosphäre absorbiert. Die Erde wird so vor einem zu starken Wärmeverlust geschützt. Wenn feuchte Luft vom Boden aus nach oben steigt und der Luftdruck sinkt, sinkt auch die Temperatur der Luft und der Wasserdampf kondensiert zu Wolken. Die Wolken, die sich in großer Höhe über der dichten Luft am Boden befinden, haben über sich lediglich eine Luftschicht mit sehr dünner Luft und somit wenig CO2 und wenig Wasserdampf und können mehr Infrarotstrahlung in den Weltraum abgeben. Der Wasserdampf ist bei den niedrigen Temperaturen in großen Höhen fast vollständig zu Eis geworden und absorbiert die Infrarotstrahlung, die durch die Wolken in Richtung Weltraum abgegeben wird, kaum noch. Dies ist sehr schön auf Infrarotaufnahmen der Wettersatelliten zu sehen. Die Wolken strahlen im Infraroten Bereich und sind auf der Aufnahme weiß. Trockene Gebiete, wie z.B. die Sahara, sind vor allem tagsüber schwarz, senden also weniger Infrarotstrahlung in den Weltraum.

Fazit
Es gibt einige Dinge, die man jetzt schon sagen kann, ohne die Welt zu erklären:

  1. Die Sache mit dem Klimawandel ist auf jeden Fall ein Riesen Geschäft, bei dem eine Menge Geld verdient wird.
  2. Unsere Böden und die Vegetation beeinflussen den Wasserhaushalt und somit das Klima wesentlich. Wir sollten sorgsam mit ihnen umgehen.
  3. Wenn Flugzeuge große Mengen CO2 oberhalb der Wolken in großer Höhe verteilen, wird die thermische Regulation des Klimas durch die Infrarotstrahlung der Wolken verringert. In welchem Maße sich das auswirkt, wäre ein Gegenstand von zukünftigen Forschungen.

Hier sei noch auf einen Artikel im Online-Magazin von „Spektrum der Wissenschaft“ verwiesen, in dem die Auswirkungen der Verdunstung von Wasser durch die Regenwälder betrachtet wird.

 

 

 

 

 

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4) Cerbe, G; Wilhlems, G: Technische Thermodynamik. Hanser Verlag. München, 2008

Honorar für Ingenieure

Hintergrund
Vor einigen Tagen hatte ich die Frage bezüglich der Höhe des Honorars von einem jungen Ingenieur, der gerade dabei ist, ein Ingenieurbüro zu gründen. Viele Ingenieure wissen nicht, dass das Honorar für Ingenieure gesetzlich geregelt ist, um Dumpingpreise zu verhindern. Die sächsische Ingenieurkammer hat hierzu einen schönen Artikel in ihrer in der Septemberausgabe 2010 der Zeitschrift „Sachsen. Land der Ingenieure“ veröffentlicht. Aus einer Statistik, die dort veröffentlicht ist geht hervor, dass sich das durchschnittliche Honorar für Ingenieurbüros bei ca 60€/h bewegt. Dabei fällt auf, dass die Gruppe der Einzelunternehmer mit 37€/h besonders niedrig bezahlt wird. Ich persönlich vermute, dass die Gruppe der Einzelunternehmer wenig Projekte parallel bearbeiten kann und deshalb nur schwer schlecht bezahlte Aufträge abschlagen kann.

Interessant ist auch noch ein Faltblatt der Architektenkammer Berlin aus dem Jahr 2012

Bezahlung nach jeder Projektphase
Ein Auftrag oder ein Projekt untergliedert sich nach HOAI in folgende Projektphasen:

  1. Grundlagenermittlung
  2. Vorplanung, Planungsvorbereitung
  3. Entwurfsplanung, System- und Integrationsplanung
  4. Genehmigungsplanung
  5. Ausführungsplanung
  6. Vorbereitung der Vergabe
  7. Mitwirkung bei der Vergabe
  8. Objektüberwachung und Bauüberwachung
  9. Objektbetreuung, Dokumentation

Alle diese Projektphasen müssen gleich nach Abschluss der einzelnen Projektphasen vom Auftraggeber bezahlt werden. Ich rate jedem Ingenieur davon ab, sich erst nach Ende des gesamten Projekts, sprich Phase 9 bezahlen zu lassen. Das führt dazu, dass es während der Auftragsausführung selbst am Essen im Kühlschrank mangelt.

Eine kurze Schätzung
Meiner Erfahrung nach arbeitet ein freiberuflicher Ingenieur ca 20 .. 30 h/Woche direkt an Kundenaufträgen. Der Rest der Zeit ist notwendig für den Unterhalt des eigenen Ingenieurbüros, inklusive Organisation, Buchhaltung, Erholungstage, Weiterbildung, Netzwerkpflege und der Pflege der eigenen Ressourcen.

Angenommen, ein Ingenieur benötigt Einnahmen in Höhe von 2500 €/Monat für den Unterhalt seines Ingenieurbüros. Angenommen, er arbeitet 40 h/Woche, davon ca 20 .. 30 h/Woche konkret für Kundenaufträge. Der Ingenieur aus dem Beispiel müsste ein Stundenhonorar von 20,83 .. 31,25 €/h verlangen, damit er gerade so überleben kann. Dabei darf kein unvorhergesehenes Ereignis wie eine längere Krankheit oder irgendein Fehler vorkommen. Ein Ingenieur, der dieses scheinbare Mindesthonorar verlangt, lebt auf Kosten seiner Zukunft, ohne dass er es zum jetzigen Zeitpunkt merkt. Erst wenn ein Ingenieur ein höheres Honorar verlangt, kann er Rücklagen für außergewöhnliche Belastungen und für das Rentenalter bilden. Ich kenne Ingenieure, die im Rentenalter noch arbeiten müssen, oder die sich nicht einmal eine ordentliche zahnärztliche Behandlung leisten können, weil sie ihr ganzes Berufsleben lang keine Rücklagen zur Seite legen konnten. Diese Ingenieure dienen mir immer als warnendes Beispiel.

Meiner Erfahrung nach benötigt ein Ingenieur für den Unterhalt seines Ingenieurbüros mindestens 3200 € /Monat (Stand 21.04.2013). Das Bedeutet bei einer Wochenarbeitszeit von 20 .. 30 h/Woche ein Mindesthonorar von 26,60 .. 40,00 €/h. Mit diesem Honorar kann ein Ingenieur dann von der Hand in den Mund leben, wenn er für seine Arbeit lebt und nicht irgendwelche „Freizeitaktivitäten“ vor hat wie, z.B. irgendwann einmal eine Familie mit Frau und Kind zu gründen. Auch reicht dieses Honorar nicht, um eine längere Auftragsflaute überstehen zu können. Auch muss dieser Ingenieur sich in der Steuererklärung so arm rechnen, dass er kaum Einkommensteuer bezahlt.

Wird eine Einkommensteuer von ca 20 % angenommen, so ist ein monatliches Honorar von ca. 3840 €/Monat notwendig. Das Bedeutet bei einer Wochenarbeitszeit von 20 .. 30 h/Woche ein Honorar von 32 .. 48 €/h.

Meiner Erfahrung nach ist ein Honorar von ca. 55 €/h ein Honorar, von dem man bescheiden und dennoch gut leben kann. (Stand 21.04.2013)  Zu beachten ist hierbei, dass bei einer jährlichen Inflation  von 3% das Honorar jedes Jahr mit dem Faktor 1,03 multipliziert werden muss. Das Honorar muss von Jahr zu Jahr steigen:
55.00 €/h; 56,65 €/h; 58,35 €/h; 60,10 €/h; 61,92 €/h; 63,76 €/h; 65,67 €/h; 67,64 €/h; 69,67 €/h; 71,76 €/h.

Kosten für den Betrieb eines Ingenieurbüros

  • Wohnung
  • Strom
  • Wasser
  • Essen
  • Kleidung
  • Alltagsgegenstände wie Möbel, Haushaltsgeräte etc.
  • Berufshaftpflichtversicherung
  • Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Krankenversicherung, Krankenzusatzversicherung
  • Rentenversicherung
  • Hausratversicherung
  • Telefonkosten Mobiltelefon
  • Internetanschluss
  • Webseite
  • Kosten für Messen und Tagungen
  • Abschreibung für Computer, Messgeräte, Werkzeuge, Arbeitsmaterialien
  • Fahrkosten für die Erledigung von Aufträgen
  • Fahrtkosten für die Netzwerkpflege
  • Fahrzeugkosten
  • Reisekosten
  • Fachliteratur
  • Kammerbeiträge
  • Vereinsbeiträge
  • Spenden
  • Buchhaltung
  • Steuerberater
  • Bürodienstleistungen
  • Vorfinanzierung neuer Projekte
  • Ausbügeln von Fehlern
  • Fehlinvestitionen
  • Krankentage, Urlaubstage
  • Rücklagen für unvorhersehbare Ereignisse
  • Rundfunkzwangsbeitrag (GEZ) soweit nicht durch Boykott abwendbar


Dumpingpreise boykottieren

Ingenieure müssen Aufträge boykottieren, die mit einem nicht ausreichenden Honorar bezahlt werden. Ich kannte Ingenieure, die ihr Honorar aus Angst bis ins bodenlose herunter drücken ließen, nur weil ein Geldgeber mit seiner Krawatte und seinem Anzug damit gedroht hat, dass es nun mal keine anderen Aufträge gibt. Diesen Ingenieuren möchte ich gerne eine eine andere Bedrohung nennen, damit sie, wenn nicht durch Mut, wenigstens durch Angst ein angemessenes Honorar verlangen.  Wenn die Schulden bei der Bank steigen, wird die Bank auf jeden Fall bedrohlicher als irgendein Auftraggeber. Das merkt man dann, wenn man etwas zu Essen kaufen möchte und das Konto gesperrt ist. Hunger zu leiden, ist eine sehr interessante Erfahrung. Wenn man sich aus Geldmangel keinen Arztbesuch leisten kann, kann ein Kranker Körper auch sehr bedrohlich wirken. Ein Zahn, der dringend eine Wurzelfüllung braucht, aber nur mit Zement provisorisch geflickt ist und stinkt, wenn er fault, ist auch eine sehr interessante Erfahrung.

Wenn die HOAI von politischer Seite her ausgehöhlt wird, wie zum Beispiel durch die Abschaffung des Zeithonorars, muss der Boykott von unterbezahlten Aufträgen durch die Ingenieure als tragfähige Säule für angemessene Honorare wachsen. Man kann nicht verlangen, das jeder Ingenieur mutig ist, aber die Angst vor schleichender Armut sollte als Triebfeder genügen.

 

Projekt „Ein Tag in Deutschland“

Die Fotografin Linda Dreisen begleitete für das Projekt des Fotographenverbandes FREELENS „Ein Tag in Deutschland“ das Addlogic-labs Team bei der Forschungsarbeit an der Hydrothermalen Carbonisierung. Dabei sind Bilder entstanden, die einen Eindruck vermitteln, wie Forschungsarbeit in der Praxis aussehen kann.

Ein Tag Forschungsarbeit